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Archiv Gefahrenlage 2009

Dezember 2009
01.12.09 - Der Winter ist eingekehrt; das Seebecken ist leer.

November 2009
21.11.09 - Der See hat sich gestern wieder geleert.

19.11.09 - Die warmen Temperaturen der letzten Tage führen zum Schmelzen des Neuschnees. Dadurch fällt sehr viel Wasser auf dem Gletscher an, was seit gestern zu einem Anstieg des Seespiegels geführt hat. Derzeit befinden sich einige 10'000 m3 Wasser im See. Es ist denkbar, dass der See noch etwas weiter ansteigen wird, solange die warmen Temperaturen anhalten. Das Einlaufniveau des Stollens wird durch den Seespiegel bis jetzt noch nicht erreicht.

02.11.09 - Der Gletschersee ist weiterhin leer.

Oktober 2009

13.10.09 - Der See hat sich wieder gemächlich entleert.

12.10.09 - Der Seespiegel ist aufgrund des Temperaturrückgangs etwas gesunken. Derzeit enthält das Seebecken ca. 250'000 m3 Wasser.

11.10.09 - Die Niederschläge führten zu einem leichten Anstieg des Seespiegels. Damit befanden sich gestern Abend rund 550'000 m3 Wasser im Seebecken.

10.10.09 - Der Seespiegel ist seit gestern ganz leicht gesunken. Das Seevolumen beträgt etwa 530'000 m3.

09.10.09 - Das Seevolumen hat sich seit gestern kaum verändert. Es befinden sich noch rund 550'000 m3 Wasser im Seebecken.

08.10.09 - Wiederum gab es einen leichten Anstieg, so dass der See heute morgen ein Volumen von rund 540'000 m3 erreicht.

07.10.09 - Der See ist weiter angestiegen und erreicht ein Volumen von gut 400'000 m3. Bei einem spontanen Seeausbruch wäre nach bisherigen Erfahrungen nicht mit grösseren Überschwemmungen zu rechnen. Die Baustelle am Damm liegt weiterhin am Trockenen.

06.10.09 - Gestern hat sich im untersten Teil des Seebeckens seit Anfang September wieder Wasser gesammelt. Dies dürfte mit den erhöhten Temperaturen v.a. in den hochgelegenen Gebieten (Jungfraujoch letzte Nacht nur knapp 0°C) zu tun haben. Möglicherweise haben auch Gesteinsmassen das Ausflussloch im hinteren Seebecken etwas verstopft, da in der Lütschine ein Rückgang des Abflusses festgestellt wurde.
Heute morgen ist der See nun noch stärker angestiegen. Momentan dürften sich rund 100'000 m3 Wasser im Seebecken befinden. Die momentane Situation ist nicht gefährlich, da das Wasservolumen relativ klein ist. Es ist möglich, dass der Seespiegel weiterhin ansteigen wird, solange die erhöhten Temperaturen weiter anhalten. Ein sehr hohes Ansteigen des Sees ist jedoch nicht zu erwarten.
Der Portalbereich des Entwässerungsstollens, wo momentan die Bauarbeiten im Gang sind, liegt weiterhin im Trockenen.

September 2009

29.09.09 - Weiterhin keine Veränderung beim Seezustand. Die Aktualisierung der Gefahrenlage erfolgt ab sofort noch einmal im Monat oder bei aussergewöhnlichen Ereignissen.

21.09.09 - Das Seebecken ist weitgehend leer.

14.09.09 - Die Situation ist unverändert. Der See ist nicht mehr angestiegen und liegt weiterhin auf einem sehr tiefen Niveau.

07.09.09 - Der Kälteeinbruch am Samstag hat dazu geführt, dass die Zuflüsse in den See massiv zurückgegangen sind. Der seit Mai vorhandene Abfluss aus dem See (vgl. Eintrag vom 3.5.09) hat jedoch weiter kontinuierlich Wasser aus dem See abgeführt. Dadurch ist der Seespiegel seit Freitag um fast 20 Meter gesunken; der See ist beinahe leer. Das aktuelle Volumen beträgt wenige 10'000 m3. Es ist denkbar, dass der See bei höheren Temperaturen oder starken Niederschlägen wieder etwas ansteigen wird.

04.09.09 - Bereits am Montagabend ist das Seevolumen wieder auf über 500'000 m3 gestiegen und verharrt seither auf diesem Wert. Die Aktualisierung der Gefahrenlage wird ab sofort noch einmal wöchentlich erfolgen.

August 2009

31.08.09 - Der Kälteeinbruch von Samstag hat dazu geführt, dass der Schmelzwasseranfall sehr stark zurückgegangen ist. Dadurch haben sich die Zuflüsse in den Gletschersee reduziert. Gleichzeitig hat das Abflussloch jedoch eine einigermassen gleichbleibende Wassermenge abgeführt. Dies hat bewirkt, dass der Seespiegel um fast 4 m gesunken ist und ein minimales Volumen von 360'000 m3 erreicht wurde. Am Sonntagnachmittag ist der See wieder etwas angestiegen und erreicht heute Morgen ein von Volumen von gut 400'000 m3.

27.08.09 - Keine Veränderung beim Gletschersee; das Volumen liegt immer noch bei ca. 500'000 m3.

23.08.09 - Wiederum keine Veränderung beim Seevolumen. Auch sonst war es in den letzten 2 Tagen relativ ruhig rings um den See. Der Eisauftrieb hat abgenommen und der grosse Schmelzwasseranfall durch die hohen Temperaturen konnte ohne Probleme durch das Abflussloch abgeführt werden. Der Aktualisierungszyklus der Gefahrenlage wird nun auf 4 Tage erhöht.

21.08.09 - Das Seevolumen bleibt unverändert bei rund 500'000 m3.

19.08.09 - Gegen die späten Nachmittagstunden steigt der See jeweils um 30 - 50'000 m3 durch den erhöhten Schmelzwasserzufluss an. In dieser Phase ist die Abflusskapazität des Abflusslochs im See zu klein, um alles zufliessende Wasser abzuführen. Wenn der Zufluss dann v.a. in der zweiten Nachthälfte zurückgeht, vermag das Abflussloch das Wasser wieder abzuführen. Dadurch bleibt das Volumen derzeit konstant bei ca. 500'000 m3.

17.08.09 - Zwischen Freitag und Samstag ist der verbleibende Stumpf der Felsnadel vom Felssturz Schlossplatte auch noch eingestürzt (siehe auch auf Seite "Aktuell" unter 23.7.09). Die Gefahrenlage beeinflusst dieses Sturzereignis nicht. Das Seevolumen liegt immer noch bei knapp 500'000 m3.

15.08.09 - Es befinden sich immer noch knapp 500'000 m3 Wasser im See. Die Eisblöcke, welche vor einer Woche aufgetrieben sind, sind etwa zur Hälfte geschmolzen. Die verbleibenden Reste bedecken aber immer noch rund die Hälfte der Seefläche.

13.08.09 - Das Seevolumen ist leicht gesunken und liegt nun bei 500'000 m3.

11.08.09 - Das Seevolumen liegt bei knapp 550'000 m3. Neben der zeitweiligen Hemmung des Abflusses durch Eisblöcke, trugen auch die teilweise intensiven Niederschläge der letzten Tage zu einem leicht erhöhten Seevolumen bei. Die Gefahrensituation ändert sich dadurch jedoch kaum.

09.08.09 - In den letzten zwei Tagen gab es starke Eisauftriebe vom Seegrund sowie Eiskalbungen von den Ufern. Dadurch wurde die ganze Seefläche mit Eisblöcken bedeckt und auch zeitweilig der Ausfluss aus dem See behindert. Das Seevolumen beträgt derzeit etwas mehr als 500'000 m3. Im Einzugsgebiet des Gletschersees waren die Niederschläge relativ bescheiden.
Da Eis leichter ist als Wasser, gelangen Eispakete am Seegrund oder an den Ufern bei Kontakt mit dem See unter Auftrieb. Wenn die Auftriebskraft gross genug ist, können sich solche Pakete lösen. Dieser Prozess ist nichts Aussergewöhnliches und wurde in der Vergangenheit schon oft beobachtet, wenn auch in etwas geringeren Mengen. Die Gefahrensituation wird dadurch jedoch nicht verschlechtert. Bezüglich spontanem Seeausbruch ist die Gefahrenlage immer noch unverändert auf tiefem Niveau.

07.08.09 - Das Abflussloch bleibt weiterhin bestehen und führt dazu, dass das Volumen jeweils nur kurzzeitig über 500'000 m3 ansteigen kann. An warmen Tagen wie in dieser Woche kann der See in der zweiten Tageshälfte durch den Schmelzwasseranfall jeweils um 50 - 100'000 m3 ansteigen. Dieser Anstieg baute sich jedoch bisher jeweils in den frühen Morgenstunden wieder ab, so dass der See in der Regel am Vormittag ein Volumen von knapp 500'000 m3 erreicht. Dies ist auch heute Morgen der Fall.

05.08.09 - Nachdem der See am Vortag vermutlich durch die Regenfälle wieder leicht angestiegen ist, erreicht er heute Morgen wieder das gewohnte Volumen von kanpp 500'000 m3.

03.08.09 - Das Seevolumen verharrt bei knapp 500'000 m3. Da der See wahrscheinlich einen Gleichgewichtszustand gefunden hat, wird die Aktualisierung der Gefahrenlage nicht mehr täglich, sondern nur noch jeden zweiten Tag gemacht.

02.08.09 - Der Seepegel bleibt weiterhin stabil und das Seevolumen pendelt sich bei knapp 500'000 m3 ein. Eine Veränderung im Seevolumen ist entweder kurzfristig bei starken Niederschlägen oder etwas länger andauernd bei einer Verstopfung oder Aufweitung des Abflussloches zu erwarten.

01.08.09 - Das Volumen bleibt immer noch bei knapp 500'000 m3. Jeweils ab Mittag bis zum frühen Abend steigt der See durch die erhöhte Schmelzwasserzufuhr um ca. einen Meter an (+30'000 bis + 50'000 m3) und sinkt dann in der Nacht wieder auf ein tieferes Niveau. Dieser sogenannte Tagesgang ist üblicherweise in den Bergbächen zu beobachten. Weil hier aber der See zwischen dem Gletscher und der Lütschine geschaltet ist, wird dieser tageszeitabhängige Abfluss wenigstens teilweise durch den See gepuffert.

Juli 2009

31.07.09 - Auch für heute gelten immer noch die knapp 500'000 m3 Seeinhalt. Solange sich Wasser im See befindet, kann ein spontaner Seeausbruch nie ausgeschlossen werden, auch wenn der See nun seit einigen Wochen einen Abfluss hat. Bei einem spontanen Seeausbruch wäre beim vorhandenen Volumen jedoch nach den bisherigen Erfahrungen kaum mit grösseren Überschwemmungen zu rechnen.

30.07.09 - Wiederum keine Veränderung des Seevolumens von gestern auf heute.

29.07.09 - Das Seevolumen liegt unverändert bei knapp 500'000 m3.

28.07.09 - Die gewittrigen Niederschläge von letzter Nac ht haben den See wieder kurz ansteigen lassen. Heute morgen liegt das Volumen jedoch wiederum bei knapp 500'000 m3 wie in den Vortagen.

27.07.09 - Das Seevolumen stagniert bei einem Volumen von knapp 500'000 m3. Damit ist jetzt wieder eine Art Gleichgewicht zwischen Zu- und Abflüssen im See erreicht, wie es vor den Gewittern vorhanden war.

26.07.09 - Der See ist nun wieder auf ein Volumen von knapp 500'000 m3 abgesunken. Diese Absenkung passierte ohne Hochwasser in der Lütschine. Die Abflüsse waren jedoch etwas erhöht und haben sehr viel Geschiebe aus dem Gletschersystem in den Talboden von Grindelwald verfrachtet. Momentan stellt die Geschiebemenge noch kein Problem dar, aber wenn diese Entwicklung so weiter geht, wird die Lütschine wieder wie im letzten Jahr ausgebaggert werden müssen.

25.07.09 - Letzte Nacht haben noch heftigere Gewitter als am vorherigen Abend Grindelwald heimgesucht. Alleine zwischen 19:00 und 21:00 Uhr fielen 30 mm Regen im Einzugsgebiet des Gletschersees. Dadurch ist in kurzer Zeit eine sehr grosse Wassermasse in den See gelangt. Wahrscheinlich wurde in dieser Zeit der Ausfluss aus dem See zeitweise verstopft. Dies hat dazu geführt, dass der See in der Nacht auf 750'000 m3 angewachsen ist. Seit den frühen Morgenstunden sinkt er nun wieder; weisst aber immer noch ein Volumen von gut 700'000 m3 auf. Bei einem spontanen Ausbruch wäre mit kleineren Überschwemmungen entlang der Lütschine im Oberlauf zu rechnen.

24.07.09 - Die starken Gewitter von gestern Abend haben den See kurzzeitig auf fast 600'000 m3 ansteigen lassen. Heute Morgen beträgt das Volumen nun noch 550'000 m3.

23.07.09 - Das Seevolumen bleibt bei 500'000 m3. Das Abflussloch scheint sich wenigstens vorübergehend zu stabilisieren und sich nicht weiter einzutiefen.

22.07.09 - Wiederum keine Veränderung. Der See ist gestern Nachmittag leicht angestiegen und dann in der Nacht wieder auf das Niveau von gestern Morgen gesunken. Somit befinden sich immer noch rund 500'000 m3 Wasser im See.

21.07.09 - Auch heute Morgen liegt das Seevolumen unverändert auf 500'000 m3. Der Schmelzwasseranfall dürfte durch die nun wieder erhöhten Temperaturen zugenommen haben. Da der Seespiegel trotzdem nicht mehr steigt, bedeutet dies, dass alles Wasser, welches in den See fliesst, durch das Abflussloch abgeführt werden kann.

20.07.09 - Der Gletschersee verharrt auf dem gleichen Niveau wie gestern.

19.07.09 - Der kurzzeitige Wasseraufstau im Gletschersee durch die Starkniederschläge vom 17./18. Juli hat sich wieder abgebaut und das Seevolumen hat mit knapp 500'000 m3 wieder den Wert von Freitagmorgen erreicht. Auch der Abfluss der Lütschine liegt nun wieder auf einem normalen Niveau.

18.07.09 - Die starken Niederschläge von bis zu 70 mm in Grindelwald haben zu einer grossen Wasserzufuhr in den Gletschersee geführt. Dadurch ist der See kurzzeitig wieder etwas angestiegen und hat ein Volumen von fast 600'000 m3 erreicht. Seit Mitternacht sinkt das Volumen wieder gemächlich und beträgt heute morgen knapp 550'000 m3. Die Lütschien führt heute Morgen noch etwas erhöhte Abflüsse wegen dem Regen. Die Situation ist jedoch nicht kritisch und dürfte sich im Verlaufe des Tages durch den Temperaturrückgang wieder normalisieren.

17.07.09 - Das Abflussloch vergrössert sich zusehends (Bild). Dadurch sinkt der Seespiegel leicht ohne dass eine Hochwassergefahr besteht. Die Kapazitätserweiterung des Abflusslochs erfolgt schubweise. Wenn wie in den letzten Tagen viel Schmelzwasser durch das Loch abfliesst, so vergrössert es sich. Die Vergrösserung hat dazu geführt, dass das Seevolumen nun auf 500'000 m3 gesunken ist. Bei einem spontanen Seeausbruch wäre nur noch mit kleineren Überschwemmungen im Oberlauf zu rechnen.

16.07.09 - Heute Morgen liegt der Wasserspiegel etwas tiefer als gestern. Das Seevolumen beträgt knapp 600'000 m3.
15.07.09 - Der See scheint sich auf einer Kote von ca. 1384 m ü.M. zu stabilisieren. Seit rund einer Woche pendelt der Wasserstand um diese Kote herum. Dies bedeutet, dass das Abflussloch bisher den gesamten Mehranfall an Wasser abzuführen vermochte. Es heisst aber auch, dass sich das Niveau des Abflussloches nicht weiter absenkt und somit eine gemächliche und vollständige Entleerung des Gletschersees momentan nicht absehbar ist. Heute morgen weisst der See ein Volumen von 625'000 m3 Wasser auf. Gestern war er zeitweise auf 650'000 m3 gestiegen. Aufgrund der hohen Dynamik im Gelände durch die Schmelzprozesse sowie Rutschungen und Steinschläge lässt sich nicht vorhersagen, wie lange dieser einigermassen stabile Zustand des Seespiegels noch anhalten wird.

14.07.09 - Gestern Nachmittag +8°C auf dem 3580 m hohen Jungfraujoch und auch in der Nacht auf dieser Höhe Temperaturen von mehr als +2°C treiben die Schnee- und Gletscherschmelze wieder voran. Bis jetzt vermag das Abflossloch im vorderen Teil des Sees einen grossen Teil dieses Schmelzwassers abzuführen, so dass der Gletschersee nur leicht ansteigt und ein Volumen von 640'000 m3 erreicht.

13.07.09 - Der See ist wieder um rund einen Meter angestiegen und erreicht ein neues Volumen von 620'000 m3. Bezüglich Überschwemmungsgefahr bei einem Spontanausbruch gilt weiterhin die Situation vom 8. Juli 2009 (siehe unten).

12.07.09 - Das Volumen hat sich leicht verändert und beträgt 580'000 m3. In den kommenden Tagen wird es interessant sein zu sehen, ob der erhöhte Schmelzwasseranfall durch den prognostizierten Temperaturanstieg durch das Abflussloch abgeführt werden kann oder ob der See wieder ansteigen wird.

11.07.09 - Von gestern auf heute ist der See wieder leicht gesunken und hat nun ein Volumen von 600'000 m3.

10.07.09 - Der Seespiegel liegt auf gleichem Niveau wie gestern Morgen. Somit scheint vorerst ein weiteres Auslaufen durch das Loch im vorderen Teil des Sees auszubleiben. Dies wahrscheinlich deshalb, weil der Seespiegel unter die Einlaufhöhe des Loches gefallen ist.

09.07.09 - Der See ist seit gestern weiter gesunken und erreicht ein Volumen von 640'000 m3. Die Absenkung dürfte nur teilweise auf das Abflussloch zurück zu führen sein. Entscheidend ist sicherlich auch, dass der Wasserzufluss in den See wegen dem Temperaturrückgang stark abgenommen hat.

08.07.09 - Heute vor einem Jahr hat sich der Gletschersee das letzte Mal entleert. Nachdem er sich in der Nacht vom 2./3. Juli 2008 sehr rasch gefüllt hat, ist er ab dem 8. Juli 2008 gemächlich ausgeflossen ohne Schäden zu verursachen.
Seit einigen Tagen ist auch in diesem Jahr ein Abwärtstrend feststellbar. Das Abflussloch im vorderen Teil des Sees frisst sich in die Tiefe und ermöglicht so eine Absenkung des Seespiegels. Der Prozess findet bis jetzt kontrolliert statt, so dass keine Gefahr besteht. Ob das Loch eine komplette Entleerung des Sees ermöglicht, ist noch nicht absehbar. Um die hinteren, tiefer gelegenen Teile des Sees zu entwässern, müsste es sich in den kommenden Tagen sehr stark eintiefen. Heute Morgen befinden sich noch knapp 700'000 m3 Wasser im See. Damit wird das Gefahrenpotential erheblich reduziert; bei einem Spontanausbruch können kleinere Überschwemmungen aber trotzdem nicht ausgeschlossen werden.

07.07.09 - Wieder einmal macht sich ein Temperaturrückgang durch eine Reduktion des Schmelzwasseranfalls bemerkbar. Dadurch ging der Zufluss in den See markant zurück, was zu einem neuen Tiefststand mit gut 800'000 m3 Wasser im See führt. Ein spontaner Seeausbruch kann immer noch nicht ausgeschlossen werden, aber dabei würden nur noch kleinere Überschwemmungen im oberen Lauf der Lütschine entstehen.

06.07.09 - Auch gestern war nach dem Mittag wieder ein leichter Seeanstieg bemerkbar. Insgesamt ist der Seespiegel aber trotzdem leicht gefallen. Das aktuelle Volumen beträgt gut 1.0 Mio. m3.

05.07.09 - Zwischen Mittag und frühem Abend ist der Schmelzwasseranfall jeweils am grössten. In dieser Zeit ist der Gletschersee gestern wieder leicht angestiegen. Anschliessend ist der Pegel wieder etwas gefallen. Dadurch erreicht der See heute Morgen ein Volumen von etwas mehr als 1.0 Mio. m3.

04.07.09 - Das relativ starke Absinken des Seespiegels von gestern wurde dadurch verursacht, dass sich das Ausflussloch im vorderen Teil des Sees (siehe Eintrag vom 2.7.09) erweitert hat. Zeitweise floss dort ein richtiger Bach aus dem See und verschwand im Blockschutt der Felssturzmasse Schlossplatte (Bild). Der Ausfluss hat sich gestern Nachmittag etwas stabilisiert und die ausfliessende Wassermenge hat abgenommen. Der See ist bis Mitternacht durch den Schmelzwasseranfall sogar leicht angestiegen und erst wieder in den frühen Morgenstunden etwas abgesunken. Heute morgen ist das Seevolumen wieder gleich wie gestern, also rund 1.1 Mio. m3. Die weitere Entwicklung des Ausflusslochs wird beobachtet. Derzeit geht davon keine Gefahr aus. Der grobe Blockschutt dürfte bis auf weiteres die Erweiterung des Abflusskanals stark einschränken. Prognosen für die weitere Entwicklung über längere Zeit zu machen, ist unmöglich.

03.07.09 - Der Seespiegel senkt sich seit gestern Nachmittag nachdem der See gestern Morgen ein Volumen von 1.3 Mio. m3 erreicht hat. Das aktuelle Volumen beträgt 1.1 Mio. m3. Die Absinkrate stellt momentan keine Gefahr dar. Der Abfluss ist zwar etwas erhöht, aber noch weit von einem Hochwasser entfernt.

02.07.09 - Ein erneut leichter Seeanstieg von knapp 30 cm führt zu einem neuen Seevolumen von 1.16 Mio. m3. Obwohl die Temperaturen bis in grosse Höhen sehr hoch sind und somit ein grosser Schmelzwasseranfall vorherrscht, steigt der See nicht mehr so stark an wie bei der letzten vergleichbaren Wetterperiode Ende Mai 2009, als der bisherige Maximalstand von rund 2.5 Mio. m3 erreicht wurde.
Der Grund dafür dürfte wahrscheinlich sein, dass sich im vorderen Teil des Sees seit etwa zwei Wochen ein neues Abflussloch entwickelt hat (Bild 1, Bild 2). Dort versickert im groben Blockschutt des Felssturzes Schlossplatte relativ viel Wasser. Dieser Wasserausfluss scheint momentan gutmütig zu sein, d.h. es besteht derzeit keine Gefahr, dass sich das Abflussloch sehr rasch erweitert und damit eine spontane Seeentleerung auslöst. Das Loch ist jedoch auch zu klein, um beim aktuellen Schmelzwasseranfall eine komplette Seeentleerung einzuleiten.
Es ist nicht klar, wie sich das Loch weiterentwickeln wird. Da die Geländebewegungen im vorderen Teil des Sees sehr stark sind, besteht jederzeit die Gefahr, dass das Abflussloch durch Einstürze oder Geschiebe verstopft wird und dadurch der Abfluss aus dem See wieder gehemmt wird.

01.07.09 - Der See ist seit gestern nur um rund 15 cm angestiegen und umfasst nun ein Volumen von 1.14 Mio. m3.

Juni 2009

30.06.09 - Ein Zufluss von einigen 10'000 m3 führt zu einem leicht höheren Seevolumen gegenüber gestern von rund 1.13 Mio. m3.

29.06.09 - Der See steigt wieder an und erreicht ein Volumen von 1.1 Mio. m3. Bei einem spontanen Seeausbruch ist beim jetzigen Volumen mit kleineren bis mittleren Überschwemmungen im Bereich Grindelwald Grund, Burglauenen sowie Lütschental und Gündlischwand zu rechnen. Auf dem Bödeli sind kleinere Überschwemmungen dann zu erwarten, wenn die Lütschine bereits natürlicherweise einen hohen Abfluss hat.

28.06.09 - Da die Temperaturen gestern etwas zurückgegangen sind, hat sich auch der Wasserzufluss in den See reduziert. Heute morgen befinden sich gut 1.0 Mio. m3 Wasser im Gletschersee.

27.06.09 - Die erhöhten Wasserzuflüsse in den See gehen weiter und lassen das Seevolumen auf 1.1 Mio. m3 ansteigen.

26.06.09 - Die Wasserzuflüsse in den See führen dazu, dass der Gletschersee heute Morgen wieder ein Volumen von 1.0 Mio. m3 erreicht hat.

25.06.09 - Durch den raschen Anstieg der Nullgradgrenze von rund 2000 m ü.M. am Dienstag auf rund 3600 m ü.M. am Mittwoch hat auch in hohen Lagen die Erwärmung wieder eingesetzt. Dadurch kommen die Schmelzprozesse im Gletschereinzugsgebiet wieder langsam in Gang. Der Schmelzwasseranfall ist momentan noch bescheiden und führt nur zu einem leichten Anstieg des Seespiegels um rund 6 cm/Stunde. Dadurch erreicht der See heute morgen ein Volumen von 880'000 m3.

24.06.09 - Der See hat noch einmal knapp 80'000 m3 Wasser verloren und erreicht so ein Volumen von rund 820'000 m3. Die angekündigte Temperaturerhöhung der nächsten Tage dürfte wieder zu einem verstärken Schmelzwasseranfall führen und den Seespiegel wieder in die Höhe treiben.

23.06.09 - Der Seespiegel sinkt weiter, wenn auch etwas verlangsamt. Dadurch erreicht der Gletschersee ein Volumen von knapp 900'000 m3. Seit dem 22. April 2009 hat sich nie mehr so wenig Wasser im See befunden. Obwohl das Volumen stark abgenommen hat, kann leider immer noch nicht von einer Entwarnung gesprochen werden. Bei einem spontanen Seeausbruch sind zwar nicht mehr ganz grosse Überschwemmungen möglich, aber die Lütschine vermöchte die Wassermassen insbesondere im oberen Lauf nicht überall schadlos abzuleiten. Da die kalten Temperaturen noch etwas anhalten, ist davon auszugehen, dass der See noch weiter sinken wird.

22.06.09 - Die Abwärtsbewegung im Seespiegel von gestern geht weiter und führt heute Morgen zu einem Seevolumen von knapp 1.0 Mio. m3.

21.06.09 - Der Seespiegel hat sich seit gestern wieder um knapp 3 m abgesenkt. Damit hat der See nun ein Volumen von rund 1.2 Mio. m3. Bezüglich Überschwemmungsgefahr gilt in etwa die Situation vom 15.6.09 (siehe unten).

20.06.09 - Die starken Niederschläge von 40 - 60 mm/24h haben zu einem raschen Anstieg der Abflüsse in der Lütschine und auch zu einem Anstieg des Gletscherseepegels geführt. Durch die Niederschläge ist der Pegel um knapp 4 m angestiegen. Das Seevolumen hat sich dabei um rund 300'000 m3 vergrössert und erreichte kurz nach Mitternacht einen Stand von 1.5 Mio. m3. Momentan sinkt der Pegel wieder. Das Absinken des Seepegels dürfte in den nächsten Stunden so weitergehen, da die Wasserzufuhr in den See durch die ausbleibenden Niederschläge und den Temperaturrückgang stark abnehmen wird.

19.06.09 - Der See ist bis gestern Mittag auf ein Volumen von unter 1.2 Mio. m3 gesunken. Nach dem Mittag ist er wieder angestiegen und erreicht heute Morgen wiederum ein Volumen von ca. 1.3 Mio. m3.

18.06.09 - Das Absinken von gestern geht weiter. Dadurch erreicht der See heute Morgen ein Volumen von gut 1.3 Mio. m3.

17.06.09 - Gestern Abend um ca. 20:00 Uhr hat der See ein Volumen von gut 1.6 Mio. m3 erreicht. Seither sinkt der Pegel, was heute Morgen zu einem Volumen von gut 1.5 Mio. m3 führt. Das Absinken des Gletschersees dürfte einerseits auf den Temperaturrückgang und den Rückgang der Niederschläge zurückzuführen sein, anderseits scheint jedoch auch mehr Wasser aus dem See auszufliessen als in den vergangenen Tagen. 

16.06.09 - Seit gestern Morgen ist der See um rund 4 m gestiegen. Damit erreicht er ein Volumen von 1.5 Mio. m3. Der rasche Seeanstieg wurde neben den erhöhten Temperaturen bis in hohe Lagen auch durch die Regenfälle der letzten Nacht (10 - 20 mm im Einzugsgebiet) verursacht.

15.06.09 - Der Seepegel steigt aufgrund der erhöhten Temperaturen an. Von Sonntagnachmittag bis Montagmorgen ist der Pegel um 2 m gestiegen. Dies wurde einerseits durch die hohen Temperaturen, aber anderseits auch durch die gewittrigen Niederschläge verursacht. Es ist derzeit davon auszugehen, dass der See in dieser Woche weiter ansteigen wird. Das aktuelle Seevolumen beträgt knapp 1.2 Mio. m3.
Bei einem spontanen Seeausbruch ist beim jetzigen Volumen mit kleineren bis mittleren Überschwemmungen im Bereich Grindelwald Grund, Burglauenen sowie Lütschental und Gündlischwand zu rechnen. Auf dem Bödeli sind kleinere Überschwemmungen dann zu erwarten, wenn die Lütschine bereits natürlicherweise einen hohen Abfluss hat (z.B. sehr hohe Temperaturen oder starke Niederschläge).

14.06.09 - Die deutlich erhöhten Temperaturen seit gestern Vormittag haben dazu geführt, dass letzte Nacht selbst auf dem Jungfraujoch das Thermometer nicht unter 0°C gesunken ist. Bei solchen Bedingungen wird die Schneeschmelze bis in grosse Höhen in Gang gesetzt. Dadurch stieg der Gletschersee seit gestern Nachmittag um rund einen Meter an und hat nun wieder ein Volumen von rund 1 Mio. m3.

13.06.09 - Das leichte Absinken geht weiter und führt zu einem Seevolumen von rund 950'000 m3; also etwas mehr als bei der zweiten Füllung im Jahr 2008 anfangs Juli.

12.06.09 - Der Seespiegel ist wieder leicht abgesunkten und verringert das Seevolumen auf knapp 1 Mio. m3.

11.06.09 - Erhöhte Wasserzuflüsse haben zu einem leichten Ansteigen des Seespiegels geführt und das Seevolumen auf rund 1 Mio. m3 erhöht.

10.06.09 - Der Seepegel hat sich seit gestern nicht verändert. Somit beträgt das Seevolumen weiterhin knapp 1 Mio. m3. Der angekündigte Temperaturanstieg auf das Wochenende hin dürfte zu einem erhöhten Schmelzwasseranfall und damit wahrscheinlich auch zu einem Anstieg des Seepegels führen.

09.06.09 - Der See hat wieder etwas an Volumen verloren  und weisst nun eine Wassermenge von knapp 1 Mio. m3 auf.

08.06.09 - Das Seevolumen hat sich gegenüber gestern kaum verändert.

07.06.09 - Die Niederschläge der letzten Stunden von gut 10 mm im Gebiet haben zu einem leichten Anstieg des Seespiegels geführt. Das Seevolumen wurde jedoch nicht wesentlich erhöht. 

06.06.09 - Ein wiederum leichtes Absinken führt zu einem neuen Seevolumen von gut 1 Mio. m3.

05.06.09 - Die Entwicklung ist gegenüber gestern unverändert. Ein leichtes Absinken des Seepegels ist feststellbar; führt aber nicht zu wesentlich verkleinertem Volumen. Dieses beträgt heute morgen knapp 1.1 Mio. m3 (aktuelles Bild).

04.06.09 - Die Seeabsenkung hat sich erneut verlangsamt. Gestern Nachmittag ist der See sogar wieder kurzzeitig leicht angestiegen. Durch das erneute Absinken in den frühen Morgenstunden verharrt der Seepegel heute morgen in etwa auf den Niveau von gestern. Somit beträgt auch das Seevolumen unverändert 1.1 Mio. m3.

03.06.09 - Das Absinken des Seepegels hat sich noch einmal verlangsamt. Der See umfasst nun ein Volumen von rund 1.1 Mio. m3. Somit entspannt sich die Situation gegenüber letzter Woche zwar weiter (Bild), aber für eine Entwarnung ist es noch zu früh. Der See weisst immer noch rund das 1.5fache Volumen auf, welches beim letzten Spontanausbruch vom 30.5.08 innerhalb weniger Stunden ausgeflossen ist. 

02.06.09 - Seit gestern Mittag verlangsamt sich das Absinken des Seepegels. Das aktuelle Seevolumen beträgt 1.15 Mio. m3.

01.06.09 - Auch gestern ist der Ausfluss aus dem See unvermindert weiter gegangen. Mit einem erneuten Verlust von gut 200'000 m3/Tag erreicht der See ein Volumen von 1.24 Mio. m3. Aufgrund des stark reduzierten Seevolumens entspannt sich die Gefahrensituation. Von einer Entwarnung kann jedoch noch nicht gesprochen werden, da ein Spontanausbruch immer noch möglich ist und das aktuelle Seevolumen gross genug ist, um Überschwemmungen zu verursachen. Im Raum Bödeli dürfte die Überschwemmungsgefahr momentan als sehr gering eingestuft werden und auch im Oberlauf der Lütschine ist gegenüber vor einer Woche mit bedeutend weniger starken Überschwemmungen im Falle eines Spontanausbruchs zu rechnen.

Mai 2009

31.05.09 - Ein weiterer Wasserverlust von rund 300'000 m3 innerhalb 24 h führt zu einem erneut verkleinerten Seevolumen von 1.46 Mio. m3 (Bild vom See). Das Ausfliessen findet immer noch kontinuierlich und ungefährlich statt. Solange die Temperaturen nicht merklich steigen oder das Ausflussloch nicht verstopft wird, ist derzeit davon auszugehen, dass der See nicht ansteigen wird.

30.05.09 - Derzeit fliessen ca. 300'000 m3 Wasser pro Tag aus dem See aus. Dadurch hat sich das Seevolumen auf 1.74 Mio. m3 verringert. Über den Damm fliesst bereits seit Donnerstag kein Wasser mehr, da der Seespiegel deutlich gesunken ist. Das Ausfliessen ist gleichmässig und weisst keine Beschleunigung auf, was nicht auf eine gefährliche Situation hindeutet. Es ist davon auszugehen, dass das Wasser durch ein Loch im See ausfliesst. Die Existenz eines solchen Loches wird bereits seit Anfang Mai vermutet (vgl. 3.5.09). Der See ist bis am Montag angestiegen, weil die Zuflüsse aufgrund der hohen Temperaturen sehr gross waren. Mit dem Temperaturrückgang seit Dienstag sind die Zuflüsse nun deutlich kleiner als der Abfluss; dies führt zu einem Absinken des Seespiegels. Bei starken Niederschlägen oder erneut hohen Temperaturen ist davon auszugehen, dass der See wieder ansteigen wird.
Bei einem spontanen Seeausbruch dürfte das Überschwemmungsgebiet gegenüber anfangs Woche etwas reduziert sein. Insbesondere auf dem Bödeli ist bei tiefen natürlichen Abflüssen der Lütschine nur noch an vereinzelten Stellen mit Überschwemmungen zu rechnen.
Heute vor einem Jahr gab es am späten Nachmittag den letzten spontanen Seeausbruch. Damals sind rund 800'000 m3 Wasser innerhalb weniger Stunden ausgeflossen und haben einen Spitzenabfluss von ca. 110 m3/s verursacht.

29.05.09 - Das Absinken des Sees geht weiter. Die abfliessenden Wassermassen stellen derzeit keine Gefahr dar, da sich nur um rund 3 m3/s handelt. Der Damm wird regelmässig vor Ort begutachtet und befindet sich weiterhin nicht in einem kritischen Zustand. Mit gut 2 Mio. m3 erreicht der See heute Morgen den Stand, welcher er am 24.5.09 hatte. Die weitere Entwicklung wird genau verfolgt.

28.05.09 - Gestern Morgen um ca. 7:30 Uhr hat der See mit einer Kote von 1406.1 m ü.M. und einem Volumen von knapp 2.5 Mio. m3 seinen Höchststand erreicht. Seither sinkt der Seepegel kontinuierlich. Dies dürfte v.a. zwei Gründe haben:

  • Der Wasserzufluss ist durch den starken Temperaturrückgang seit Dienstagabend zurückgegangen.
  • Der Wasserabfluss durch den Damm hat sich verstärkt.
Da die Temperaturen in den kommenden Tagen nicht mehr so stark ansteigen werden, dürfte die Wasserzufuhr tief bleiben. Für den Abfluss durch den Damm wird entscheidend sein, auf welcher Höhe im Damm sich die Fliesswege befinden. Nur die obersten paar Meter sind mit Blöcken bedeckt und lassen das Wasser ungehindert durchströmen. Ob der Wasserabfluss durch den Damm jedoch auch dann weiter geht, wenn der Seespiegel unter diese Blockschicht fällt, lässt sich momentan noch nicht sagen.
Das aktuelle Seevolumen beträgt rund 2.33 Mio. m3. Die Abflussraten weisen derzeit keine kritischen Werte auf und auch der Zustand des Dammes wurde gestern vor Ort als gut beurteilt. Somit besteht momentan keine Gefahr. Die weitere Entwicklung wird trotzdem überwacht.

27.05.09 - Die 40 mm Niederschlag seit gestern Nachmittag im Einzugsgebiet des Gletschersees führen zu einem weiteren Anstieg des Seepegels. Dieser liegt nun knapp unter dem Scheitelpunkt des Dammes. Das Seevolumen beträgt 2.46 Mio. m3. Das aktuelle Seevolumen ist nun mehr als dreimal so gross wie beim Spontanausbruch vom 30. Mai 2008.

26.05.09 - Obwohl ein Teil des Seewassers seit gestern durch den Damm hindurchfliesst, steigt der See weiterhin an und erreicht ein Volumen von 2.33 Mio. m3. Die Durchsickerung des Dammes ist derzeit nicht gefährlich. Die weitere Entwicklung wird regelmässig beobachtet. Bis zum vollständigen Überfliessen fehlen noch rund 90 cm Seeanstieg.
Die Seefläche hat mittlerweile eine Ausdehnung von 18 Fussballfelder. Die mittlere Seetiefe beträgt 18 m; die tiefste Stelle über 40 m.

25.05.09 - 2.23 Mio. m3 umfasst das Seevolumen heute morgen. Somit geht der Anstieg wie in den vergangenen Tagen weiter. Bis zum Überlauf über den Damm beim Toteisriegel fehlen noch rund 1.5 m Höhe. Sollte der See dann an der tiefsten Uferstelle in Richtung Gletscherschlucht überfliessen, so birgt dies keine direkte Gefahr. Das Überströmen könnte sogar einen positiven Effekt haben, indem das abfliessende Wasser einen Graben ins Eis des Dammes einfrisst. Dies würde zu einer natürlichen Absenkung des Seeniveaus führen. Auf jeden Fall würde die Situation und das Verhalten des Dammes regelmässig überwacht, um eine allfällige ungünstige Entwicklung frühzeitig zu bemerken und reagieren zu können.

24.05.09 - Der See steigt derzeit um etwas mehr als 1 m pro Tag resp. gut 4 cm pro Stunde. Dies entspricht einer Wassermenge von über 100'000 m3/Tag. Das Seevolumen beträgt 2.1 Mio. m3. Es wird davon ausgegangen, dass das unter dem Gletscher gespeicherte Wasser innerhalb der letzten Woche ausgeflossen ist und nicht mehr oder nur noch in geringen Mengen besteht. Momentan gibt es keinerlei Anzeichen für einen bevorstehenden Seeausbruch.
Die Rutschbewegungen im verbleibenden, destabilisierten Paket haben sich etwas beruhigt, sind aber noch nicht abgeklungen. Es ist anzunehmen, dass die restliche Rutschmasse auch noch abstürzen wird. Solange der See nicht randvoll ist, dürfte die Gefahr eines dadurch verursachten Hochwassers nicht gross sein, da die verbleibende Rutschmasse bedeuten kleiner ist als der ursprüngliche, grosse Anriss. Die Überwachung der Rutschmasse wird fortgesetzt.
Bei einem spontanen Seeausbruch ist mit Überschwemmungen im Talboden entlang der Lütschine bis in den Raum Bödeli zu rechnen. Die Abflussspitze im Raum Interlaken würde etwa einem 30jährlichen Hochwasser gemäss Gefahrenkarte entsprechen. Trotz steigendem Volumen ist nicht auszuschliessen, dass der See auch gemächlich ausfliessen kann.

23.05.09 - Der See ist neben den Turbulenzen rund um die Stiereggmoräne (siehe unten) weiter angestiegen. Da die Messgeräte beim gestrigen Moränenabsturz durch hohe Wellen im See zerstört wurden, ist derzeit der genaue Wasserstand nicht bekannt. Die Geräte werden heute wieder repariert. Gleichzeitig wird auch der Zustand des Moränenpakets, welches noch nicht abgestürzt ist, neu beurteilt. Die Rutschgeschwindigkeiten im verbleibenden Moränenpaket haben sich nach dem Teilabsturz von gestern abend verlangsamt.

22.05.09 22:00 - Die Gefahr eines weiteren Moränenabbruchs besteht immer noch, ist aber derzeit nicht mehr akut. Für die Lage beim Gletschersee gilt noch die gleiche Situation wie am 22.5. um 08:00 Uhr.

22.05.09 19:30 - Die Geschwindigkeiten im Rutschkörper an der Stiereggmoräne haben sich stark beschleunigt. Ein Abbruch bis Samstagabend ist wahrscheinlich. Die Auswirkungen talauswärts lassen sich schwer abschätzen, da z.B. nicht klar ist, ob der Rutsch als Ganzes oder in Teilen abgleiten wird. Da ein Grossabbruch ein Hochwasser in der Lütschine verursachen könnte, wurden in einzelnen Gemeinden von Grindelwald bis Bönigen verschiedene präventive Massnahmen getroffen. Laufende Informationen über die weitere Entwicklung werden über Radio BeO verbreitet (siehe auch).

22.05.09 08:00 - Wie erwartet führten die hohen Temperaturen der letzten Tage wieder zu einem Anstieg des Seepegels. Mit einer Kote von 1400.3 m ü.M. erreicht der See heute morgen einen neuen Höchststand. Das Volumen beträgt derzeit knapp 1.8 Mio. m3.
Die Rutschbewegungungen in der Stiereggmoräne gehen weiter. Damit wird der ganze Rutschkörper noch mehr destabilisiert. Die Situation wird weiterhin intensiv durch die Fachleute überwacht.

21.05.09 - Die Stagnation im Seeanstieg hält an. Es sind jedoch aufgrund der sehr hohen Temperaturen in hohen Lagen deutlich grössere Wasserzuflüsse festzustellen. Diese dürften in den nächsten Tagen wahrscheinlich wieder zu einem Anstieg des Seespiegels führen. Die Distanz zwischen Seespiegel und Dammkrone beim Toteisriegel beträgt derzeit rund 6 m.
Die Bewegung in der Rutschung der Stiereggmoräne geht weiter. Ein Absturz in kleineren Paketen oder als Gesamtpaket ist immer noch möglich. Bereits 2005 gab es eine vergleichbare Rutschung bei der damaligen Stieregghütte (Bild). Damals gab es den Gletschersee jedoch noch nicht und damit bestand auch die Gefahr der Wasserverdrängung im See nicht. Die Situation wird weiterhin intensiv überwacht.

20.5.09 - Der See verharrt immer noch in etwa auf dem gleichen Niveau wie in den vergangenen Tagen (aktuelles Bild). Es ist damit zu rechnen, dass durch die stark erhöhten Temperaturen in den kommenden Tagen der Schmelzwasseranfall stark zunehmen wird. Dies könnte allenfalls wieder zu einem Anstieg des Seepegels führen.
Die Rutschbewegungen in der seitlichen Moräne gehen kontinuierlich weiter. Bis jetzt hat es keine grösseren Abbrüche gegeben. Das zusätzlich zur Überwachung der Rutschung eingerichtete Messsystem funktioniert zuverlässig und hilft mit, die weitere Entwicklung zuverlässig verfolgen zu können.

19.05.09 - Ein weiterhin leichtes Absinken des  Seepegels führt zu einem Seevolumen von rund 1.7 Mio. m3. Unter dem Gletscher ist nochmals mit schätzungsweise rund 300'000 m3 Wasser zu rechnen. Derzeit bestehen keinerlei Anzeichen eines bevorstehenden Seeausbruchs.
Am Montagnachmittag wurde auf der Stiereggmoräne (Bild der Moräne) ein Rutschanriss festgestellt. Es besteht die Möglichkeit, dass ein grösseres Rutschpaket in den Gletschersee abrutschen kann. Dieses könnte einen Teil des Wassers aus dem See verdrängen und ein mit einem Spotanausbruch vergleichbares Hochwasser auslösen. Es ist jedoch auch möglich, dass das Paket in kleineren Portionen abbricht. Dies wäre für den Lütschinenlauf unproblematisch. Das Rutschpaket wird überwacht und laufend vermessen.

18.05.09 - Der Seepegel verharrt auf dem gleichen Niveau wie gestern.

17.05.09 - Der See ist seit gestern leicht gesunken und stagniert derzeit auf einem Volumen von gut 1.7 Mio. m3. Die unter dem Gletscher gespeicherte Wassermenge dürfte unverändert sein. Derzeit bestehen keine Anzeichen eines bevorstehenden Seeausbruchs.

16.05.09 - Seit gestern ist der Seepegel nicht mehr angestiegen. Im See befinden sich immer noch rund 1.74 Mio. m3 Wasser und unter dem Gletscher dürften schätzungsweise auch immer noch die etwa gleiche Menge von ca. 300'000 m3 gespeichert sein.

15.05.09 - Derzeit ist ein Volumen von rund 1.74 Mio. m3 im Gletschersee erreicht. Unter dem Gletscher ist nochmals mit rund 300'000 m3 Wasser zu rechnen. Derzeit bestehen keinerlei Anzeichen eines bevorstehenden Seeausbruchs.
Bei einem spontanen Ausbruch ist mit Überschwemmungen im Talboden entlang der Lütschine bis in den Raum Gündlischwand zu rechnen. Mittlerweile sind auch auf dem Bödeli einzelne Überschwemmungen v.a. im Gebiet Flugplatz nicht mehr ausgeschlossen. Unter ungünstigem Ereignisablauf und/oder hohen Abflüssen in der Lütschine sind auch grössere Überschwemmungen auf dem Bödeli möglich.

14.05.09 - Der Seepegel ist seit gestern leicht gestiegen, womit der Gletschersee heute ein Volumen von 1.7 Mio. m3 beinhaltet. Wie die Überwachungen zeigten, muss es auch noch im Gletscherinnern grössere Wassermengen geben. Mit diesem zusätzlichen Wasser ist von einer Gesamtmenge von schätzungsweise 2 Mio. m3 auszugehen (siehe auch Rubrik "Aktuell").

13.05.09 - Der Seeanstieg geht weiter. Das aktuelle Volumen des Gletschersees beträgt knapp 1.7 Mio. m3.

12.05.09 - Mit aktuellen 1.65 Mio. m3 Seeinhalt erreicht der Gletschersee ein doppelt so grosses Volumen wie vor dem Ausbruch am 30. Mai 2008.

11.05.09 - Auch von gestern auf heute ist der Seeanstieg weitergegangen und hat heute Morgen zu einem Volumen von 1.57 Mio. m3 geführt.

10.05.09 - Der derzeit grosse Schmelzwasseranfall führt zu einem weiteren Anstieg des Seepegels. Das Seevolumen beträgt derzeit 1.52 Mio. m3. Bei einem spontanen Seeausbruch ist mit Überschwemmungen entlang der Lütschine bis in den Raum Gündlischwand zu rechnen. Für den Raum Bödeli wird es entscheidend sein, wie viel Wasser bereits natürlicherweise in der Lütschine abfliessen: Bei erhöhten Abflüssen durch starke Schneeschmelze oder Regenfälle sind bereits jetzt bei einem spontanen Seeausbruch einzelne Überschwemmungen im Raum Bödeli nicht ausgeschlossen.

09.05.09 - Der See ist seit gestern wieder leicht angestiegen und erreicht ein Volumen von 1.48 Mio. m3.

08.05.09 - Der Gletschersee stagniert auf dem gleichen Volumen wie gestern.

07.05.09 - Mit einem leichten Pegelrückgang stagniert der See derzeit bei einem Volumen von 1.44 Mio. m3. Der leichte Pegelrückgang stellt keine Gefahr dar; es gibt derzeit keinerlei Anzeichen für einen bevorstehenden Seeausbruch. Es ist immer noch anzunehmen, dass ein Teil des Wassers aus dem See durch ein Loch abfliesst. Dieses scheint relativ stabil zu sein, da sich die Austrittswassermenge nicht vergrössert.

06.05.09 - Der See ist weiter angestiegen und erreicht ein Volumen von 1.45 Mio. m3. Trotzdem ist anzunehmen, dass immer noch eine beschränkte Wassermenge aus dem vermuteten Abflussloch (siehe 3.5.09) abfliesst. Wenn der See ansteigt, ist die zufliessende Wassermenge grösser als die abfliessende Wassermenge.

05.05.09 - Es ist immer noch ein leichter Seeanstieg feststellbar, so dass der See mittlerweile ein Volumen von ca. 1.4 Mio. m3 umfasst. Bezüglich potentiell betroffenen Gebieten bei einem spontanen Seeausbruch kann noch einmal festgehalten werden, dass mit Überschwemmungen entlang der Lütschine bis in den Raum Gündlischwand gerechnet werden muss. Höher gelegene Gebiete wie z.B. das Dorf Grindelwald sind nicht gefährdet. Für die Überschwemmungsgefahr auf dem Bödeli ist es beim derzeitigen Seevolumen sehr entscheidend wie viel Wasser die Lütschine natürlicherweise bereits führt.

04.05.09 - Der Seespiegel ist seit dem Sonntag Nachmittag wieder leicht angestiegen. Dadurch erreicht der See heute morgen ein Volumen von 1.38 Mio. m3. Ob dieser Anstieg durch einen stärkeren Schmelzwasseranfall und die Niederschläge oder durch eine Verstopfung des vermuteten Ausflussloches erklärt werden kann, steht derzeit noch nicht fest.

03.05.09 - Seit gestern ist der Seespiegel nicht mehr angestiegen. Das Volumen beträgt immer noch rund 1.35 Mio. m3. Am Freitag wurde bei den Arbeiten auf dem Gletscher bereits am frühen Morgen festgestellt, dass es zahlreiche Zuflüsse in den See gibt. Somit kann die Stagnation des Anstiegs nicht oder wenigstens nicht ausschliesslich auf den Temperaturrückgang zurückgeführt werden. Gleichzeitig wurde seit dem 30. April ein leicht ansteigender Trend im Abfluss der Lütschine aus der Gletscherschlucht festgestellt. Dieser Trend hat sich bis heute fortgesetzt. Der Abflussanstieg von 0.5 m3/s entspricht in etwa dem mittleren Seezufluss von rund 0.6 m3/s wie er vor der Stagnation des Anstiegs zu verzeichnen war.
Es ist also davon auszugehen, dass der See in ein Loch (z.B. Gletscherspalte oder Hohlraumsystem im Blockschutt) überfliesst, welches eine Verbindung zur Lütschine hat. Im derzeitigen Verhalten deutet nichts auf eine bevorstehende Entleerung hin. Es dürfte in etwa gleich viel Wasser aus dem See ausfliessen, wie auch zufliesst. Damit muss das Loch eine klar beschränkte Kapazität aufweisen. Eine Erweiterung des Lochs durch ausfliessendes Wasser kann nicht ausgeschlossen werden. Falls dies eine Seeentleerung einleiten würde, kann diese immer noch sowohl spontan als auch gemächlich verlaufen.
Wir weisen hier jedoch noch einmal darauf hin, dass er derzeit keinerlei Anzeichen für eine bevorstehende Seeentleerung gibt. Die weitere Entwicklung wird durch die zuständigen Stellen weiterhin intensiv beobachtet und wird innerhalb der nächsten Tage allenfalls auch fundiertere Interpretationen zulassen.
Bezüglich betroffenen Gebieten bei einem allfälligen spontanen Seeausbruch gilt immer noch die Beschreibung vom 26. April. Seither ist das Seevolumen leicht angestiegen und damit ist auch die Gefährdung für das Gebiet Bödeli gegenüber der Lage am 26. April leicht erhöht.

02.05.09 - Der See steigt wieder leicht an und erreicht ein Volumen von 1.35 Mio. m3.

01.05.09 - Der See bleibt mit 1.34 Mio. m3 praktisch auf dem gleichen Niveau wie gestern. Die Stagnation im Anstieg kann entweder durch den Temperaturrückgang oder ein Überfliessen des Sees in eine seitliche Gletscherspalte erklärt werden. Möglich ist auch eine Kombination von beiden. Die weitere Entwicklung von heute und morgen wird wahrscheinlich die Eingrenzung der Ursache vereinfachen.
April 2009
30.4.09 - Seit gestern morgen ist der tägliche Zufluss in den See rund auf die Hälfte der vergangenen Wochen zurückgegangen. Damit beträgt das aktuelle Seevolumen 1.33 Mio. m3 und umfasst somit ziemlich genau die Hälfte des in diesem Jahr maximal zur Verfügung stehenden Volumens (2.6 Mio. m3) bevor der See beim talseitigen Damm überfliessen wird. Es ist derzeit anzunehmen, dass der Rückgang des Zuflusses temperaturbedingt ist und bereits heute oder in den nächsten Tagen wieder zunehmen wird. Die Situation wird weiterhin intensiv beobachtet.

29.4.09 - Bis auf rund 1200 m ü.M. ist der meiste Niederschlag in Form von Schnee gefallen. Damit ist der Anstieg des Abflusses in der Lütschine nur unbedeutend ausgefallen. Auch der Zufluss in den See ist nicht angestiegen, sondern beträgt immer noch rund 60'000 m3/Tag. Damit wurde heute am frühen Morgen ein Volumen von knapp 1.3 Mio. m3 erreicht.

28.4.09 - Die Niederschläge der letzten Stunden sind weitgehend als Schnee gefallen. In mittleren und höheren Lagen im Berner Oberland ist eine Neuschneemenge von 10 - 30 cm zu verzeichnen. Damit ist der Anstieg des Abflusses in der Lütschine sowie der Zufluss in den See durch die Niederschläge bescheiden ausgefallen.
Obwohl der See durch Schmelzwasser gespiesen wird, führt der Temperaturrückgang unter 0°C jetzt nicht zu einem Unterbruch des Seeanstiegs. Der Zufluss des Schmelzwassers ist zeitlich stark verzögert und es wären mehrere Tage mit deutlichen Minustemperaturen notwendig, um den Seezufluss zu stoppen. Eine solche Wetterentwicklung wird derzeit nicht prognostiziert.
Der See steigt somit weiter und erreicht heute morgen ein Volumen von 1.24 Mio. m3. An den potentiell betroffenen Gebieten bei einem spontanen Ausbruch ändert sich gegenüber der Schilderung vom 26.4. vorläufig nichts.

27.4.09 - Mit einem weiterhin konstanten Zufluss von 60'000 m3/Tag liegt das Seevolumen heute morgen bei 1.16 Mio. m3. 

26.4.09 - Der Seeanstieg geht konstant mit rund 60'000 m3/Tag weiter. Das aktuelle Volumen heute um 8.00 Uhr beträgt etwas mehr als 1.1 Mio. m3. Bezüglich Überschwemmungen bei einem spontanen Ausbruch gilt weiterhin die Einschätzung vom 24.4.09 (siehe unten). Der See nähert sich langsam dem kritischen Volumen von etwa 1.5 Mio. m3, wo bei spontanen Seeausbrüchen auch entlang dem Lauf der Lütschine unterhalb von Gündlischwand bis in den Brienzersee an einzelnen Stellen Überschwemmungen nicht mehr ausgeschlossen werden können. Die zuständigen Organe beobachten die weitere Entwicklung weiterhin intensiv.

25.4.09 - Mit einer Kote von 1391.1 m ü.M. umfasst der See heute morgen ein Volumen von rund 1.06 Mio. m3. Die Situation rund um den See wird weiterhin intensiv beobachtet.

24.4.09 - Wegen sehr starken Zuflüssen seit gestern Mittag hat der See heute morgen die Grenze von 1 Mio. m3 bereits angekratzt. Wichtig ist noch einmal festzuhalten, dass der schnelle Anstieg keinen Einfluss auf das Ausmass einer allfälligen Überschwemmung bei einem spontanen Ausbruch hat, sondern nur auf den Zeitpunkt an welchem der See ein bestimmtes Volumen erreicht.
Bei einem spontanen Ausbruch können beim momentan vorhandenen Volumen die lütschinennahe Gebiete im Talboden von Grindelwald betroffen werden. Das Dorf Grindelwald kann nicht überschwemmt werden. Weiter talauswärts können einzelne Überschwemmungen in Lütschental und Gündlischwand nicht ausgeschlossen werden.

23.4.09 - Mit 920'000 m3 liegt das Seevolumen heute gleich auf wie bei der zweiten Füllung 2008 anfangs Juli. Der Zufluss ist weiterhin ziemlich konstant 50'000 m3/Tag.

22.4.09 - 870'000 m3 umfasst das Seevolumen heute morgen. Damit nähert man sich dem Wert, welcher der See bei der zweiten Füllung im Juli 2008 erreicht hat.

21.4.09 - Die höheren Temperaturen führen wieder zu einem stärkeren Wasserzulauf in den See. Mit 820'000 m3 hat der See das Volumen erreicht, welches er im vergangenen Jahr vor dem Ausbruch am 30. Mai 2008 hatte.

20.4.09 - Der See steigt weiter an und erreicht heute Morgen einen Stand von rund 760'000 m3.

19.4.09 - Der See erreicht heute morgen ein Volumen von 710'000 m3. Der Zufluss ist aufgrund des Temperaturrückgangs etwas zurückgegangen.

18.4.09 - Mit einem Volumen von 660'000 m3 nähert sich der See allmählich dem Volumen von 800'000 m3, welches er am 30. Mai 2008 erreicht hat, bevor er spontan ausgebrochen ist. Damals gab es im Talboden entlang der Lütschine von Grindelwald an einzelnen Stellen Überschwemmungen. Der See kann in diesem Jahr ein Volumen von etwa 2.6 Mio. m3 erreichen, bevor er über den talseitigen Damm fliesst.
Wichtig ist festzuhalten, dass der See spontan oder gemächlich ausfliessen kann. Bei gemächlichen Entleerungen wie im Juli 2008 oder Frühling 2007 entleert sich der See langsam über Tage und Wochen. In einem solchen Fall treten keine Überschwemmungen auf. Bei spontanen Entleerungen fliesst der See innerhalb von wenigen Stunden aus. Mit Überschwemmungen ist bei spontanen Entleerungen und Seevolumen ab knapp 1 Mio. m3 zu rechnen. Wann eine Entleerung stattfindet und ob diese spontan oder gemächlich verläuft, lässt sich nicht voraussagen. Entscheidend ist immer noch der natürliche Abfluss der Lütschine. Je mehr Wasser dort bereits ohne Seeausbruch abfliesst, desto kleiner muss das Hochwasser aus einem Gletscherseeausbruch sein, um zu Überschwemmungen zu führen. Derzeit ist der Abfluss in der Lütschine ziemlich tief.

17.4.09 - Heute morgen hat der See ein Volumen von 590'000 m3 erreicht. Die weitere Entwicklung wird kontinuierlich verfolgt. Grössere Überschwemmungen sind bei diesem Volumen noch nicht zu erwarten.

16.4.09 - Die weiterhin starken Zuflüsse haben zu einem Volumen von 525'000 m3 geführt.

15.4.09 - See hat kurz vor dem Mittag ein Volumen von rund 470'000 m3 erreicht.

14.4.09 - Heute morgen konnte die Seesonde erfolgreich installiert und der Seepegel vermessen werden. Somit besteht nun Gewissheit, dass sich 400'000 m3 Wasser im See befinden. Der Seeanstieg dürfte bis zum Wetterumschwung am Donnerstag in gleicher Weise weitergehen. Die weitere Entwicklung des Sees wird durch die zuständigen Organe überwacht.

12.4.09 - Der See steigt immer noch ziemlich schnell an. Das Seevolumen dürfte rund 300'000 m3 betragen. Die weitere Entwicklung des Sees wird durch die zuständigen Organe überwacht.

10.4.09 - Das Seeniveau steigt immer noch kontinuierlich an. Das derzeitige Volumen wird auf rund 200'000 m3 geschätzt. Bei dieser Wassermenge ist bei einem Ausbruch nicht mit Überschwemmungen zu rechnen.

8.4.09 - Das Seeniveau steigt seit dem vergangenen Wochenende durch den Wasseranfall aus der Schneeschmelze langsam an. Das derzeitige Wasservolumen im See beträgt ca. 100'000 m3. Bei dieser Wassermenge ist bei einem Seeausbruch nicht mit gefährlichen Situationen zu rechnen.

6.4.09 - Der Temepraturanstieg seit Ende März hat in den unteren und mittleren Lagen zum Einsetzen der Schneeschmelze geführt. Das Volumen des Sees hat gegenüber dem Stand vor dem Einwintern leicht abgenommen und ist immer noch weit von den kritischen Werten entfernt. Der Verlauf der weiteren Schneeschmelze wird zeigen, ob und wie rasch sich das Seebecken wieder mit Wasser füllen wird.

März 2009

26.3.09 - Die momentanen Schneehöhen im Einzugsgebiet des Gletschersees liegen über dem langjährigen Durchschnitt. Für die Gefahrenlage Gletschersee ist der Verlauf der Schneeschmelze und der Wasseräquivalent der Schneedecke viel entscheidender als die Schneemenge im Gebiet. Letztendlich beeinflusst eine grosse Schneemenge nur die Geschwindigket resp. den Zeitpunkt der Seefüllung, nicht aber die eigentliche Gefährdung, denn mit weniger Schmelzwasser würde sich das Becken mit der Zeit auch durch Niederschläge füllen.

3.3.09 - Die Lage beim See ist weiterhin unverändert. Innerhalb der nächsten Wochen dürfte die Schneeschmelze in den unteren Lagen einsetzen. In den vergagenen Jahren war das Umfeld des Gletschersees etwa ab Anfang/Mitte Mai schneefrei.

Februar 2009
11.2.09 - Weiterhin unveränderte Lage.

Januar 2009

5.1.09 - Unveränderte Lage.
Hinweis: Die hier wiedergegebene Gefahrenlage hat nicht zum Ziel, die Bevölkerung vor oder im Verlaufe eines Ereignisses über die aktuelle Gefährdung zu alarmieren, sondern soll lediglich als generelle Informationsquelle dienen. Die Aktualisierung erfolgt täglich bis alle paar Wochen je nach Situation. Im Ereignisfall sind die Anweisungen und Informationen der Behörden zu befolgen.