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Sprengstoff für den Sprengvortrieb

Beim Stollenbau in Grindelwald wird ein sogenannter Emulsionssprengstoff eingesetzt. Diese Sprengstoffart begann in der Schweiz vor etwa 10 Jahren Fuss zu fassen. Aufgrund der zahlreichen Vorteile gegenüber konventionellem Sprengstoff ist der Anteil dieses Sprengstoffes heute im Untertagbau auf über 90% gestiegen.

Emulsionssprengstoffe sind ein Gemsich aus sauerstoffliefernden, hochkonzentrierten Salzlösungen und brennbaren Bestandteilen, die durch Emulgatoren stabilisiert sind. Träger des Sprengstoffs ist eine nicht-explosive Emulsion. Die verschiedenen Bestandteile, welche schlussendlich zum Sprengstoff führen, werden in getrennten Behältern auf einem Mischfahrzeug transportiert. Erst beim Füllen der Bohrlöcher vermischt ein Mischer auf dem Sprengstoffmobil die verschiedenen Komponenten, welche nach ca. 2 Minuten ihre Explosionsfähigkeit erlangen. Jede einzelne Komponenten ist bis zu diesem Zeitpunkt für sich nicht explosiv. Dadurch gehören die Emulsionssprengstoffe zu den handhabungssichersten gewerblichen Sprengstoffen.

Sonderdruck Schweizer BauJournal Tunnelbau 2/2005 zum Thema Emulsionssprengstoff